Bereitstellung Absturzsicherung bei Dachstuhlbrand
Am Freitag den 08.07. gegen 22:45 Uhr wurden wir, als Teil der Absturzsicherungsgruppe der VG Südeifel, zur Unterstützung von Nachlöscharbeiten beim Dachstuhlbrand einer Scheune in Gilzem nachalarmiert.
Der Brand war gegen 20:45 ausgebrochen; Aufgrund des Einsatzstichwortes “Gebäudebrand” wurde von der Leitstelle Trier Alarmstufe 3 ausgelöst und die Feuerwehren Gilzem, Eisenach, Irrel, Welschbillig, Meckel und Niederweis eilten zu Einsatzstelle.
Die Scheune stand jedoch bei Alarmierung der Feuerwehr bereits im Vollbrand, so dass das Gebäude nicht gerettet werden konnte. Ein übergreifen auf andere Gebäude konnte verhindert werden und der Brand war schnell unter Kontrolle.
Die Nachlöcharbeiten gestalteten sich jedoch aufgrund des im Gebäude gelagerten Heus und des Zustandes des Dachstuhls als aufwendig. Im Verlauf wurden daher die Drehleiter aus Bitburg zur Unterstützung angefordert.
Zudem wurde die Absturzsicherungsgruppe (AbStuSi) der Verbandsgemeinde Südeifel (stationiert an den Standorten Ernzen und Prümzurlay, ergänzt durch Absturzsicherungpersonal der VG Bitburger-Land in Wolsfeld) alarmiert. Die Nachlöscharbeiten sollten durch einen Angriffstrupp unter Atemschutz durchgeführt werden. Dieser sollte sich auf der Zwischendecke der bereits ausgebrannten Scheune bewegen und die verbliebe Brandlast ablöschen und nach draußen befördern. Da die Decke bereits stark geschwächt und mit viel Wasser beaufschlagt war, konnte die Tragfähigkeit nicht sicher gewährleistet werden. Der Angriffstrupp sollte daher von uns über die Bitburger Drehleiter mittels Auffanggurt und Dynamikseil gesichert werden, um ein Durchbrechen zu verhindern. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde dieser Plan jedoch verworfen, da die instabile Statik der Scheune ein zu großes Risiko für die Einsatzkräfte dargestellt hätte. Stattdessen wurde eine Brandwache eingerichtet, die bis zum Morgen andauerte. Somit blieb es bei der Bereitstellung des für die Absturzsicherung benötigten Materials. Gegen 00:45 Uhr konnten wir uns wieder einsatzbereit zurück im Feuerwehrgerätehaus melden und den Einsatz beenden.
vorhandenen Traktoren bildeten wir mit dem auf unserem TSF vorhandenen Ölbindemittel einen kleinen Wall um das weitere Einfließen des auslaufenden Diesels in das Erdreich einzudämmen. Zusätzlich wurde der weiter auslaufende Kraftstoff in Mulden aufgefangen und der Brandschutz sichergestellt. Die ebenfalls zügig eingetroffene Feuerwehr aus Irrel sicherte mit den Holsthumer und ebenfalls alarmierten Peffinger Kameraden den Auflieger weiter mit Stahlseilen (Mehrzweckzug) und Spanngurten. Nach etwa einer dreiviertel Stunde waren unsere Möglichkeiten erschöpft und ein Teil der Einsatzkräfte aus Prümzurlay konnte den Einsatz beenden. Um den weiter auslaufenden Diesel abzupumpen wurde noch ein Teil des Gefahrstoffzugs des Eifelkreises aus Bitburg alarmiert.
Die Polizei beauftragte schließlich ein privates Bergungsunternehmen aus Trier mit der Bergung des LKWs. Dieses schaffte es bis 14:00 Uhr den LKW wieder auf die Straße zu stellen, sodass die eingerichtete Vollsperrung wieder aufgehoben werden konnte. Damit war auch für die an der Einsatzstelle verbliebenen Kräfte der Einsatz beendet.
Wir unterstützten die Kameraden aus Holsthum beim Freiräumen und Säubern der Straße, sowie dem Entfernen der Schlammschicht aus dem Schuppen. Ebenfalls an der Einsatzstelle waren die beiden stellvertretenden Wehrleiter. Auch die FEZ in Irrel war während des Einsatzes besetzt. Herzlich bedanken möchten wir uns bei den betroffenen Schuppenbesitzern für die nette Verpflegung nach Einsatzende.