Erfolgreiche Ausbildung “Absturzsicherung”

Übung zum gesicherten Vorstieg

Übung zum gesi­cher­ten Vor­stieg

Im Zeit­raum vom 24.8 bis 7.9.2013 haben zwei Ange­hö­rige der Feu­er­wehr Prümzur­lay sowie vier Mit­glie­der unse­rer Nach­bar­wehr aus Ern­zen an einem Lehr­gang Siche­res Arbei­ten in absturz­ge­fär­de­ten Berei­chen teil­ge­nom­men. Der Lehr­gang wurde von Aus­bil­dern Höhen­ret­tung der Berufs­feu­er­wehr Trier durch­ge­führt und fand in Spei­cher und Trier statt. Neben den sechs Teil­neh­mern aus der VG Irrel wur­den auch sechs Kame­ra­den aus der VG Spei­cher aus­ge­bil­det.

Im Rah­men von theo­re­ti­schem Untericht und prak­ti­schen Übun­gen waren die Mög­lich­kei­ten aber ins­be­son­dere auch Gren­zen der Arbeit mit dem Gerä­te­satz Absturz­si­che­rung Thema.

Unter ande­rem stan­den

  • Rechts­grund­la­gen
  • Auf­ga­ben, Mög­lich­kei­ten und Gren­zen bei der Arbeit in absturz­ge­fähr­de­ten Berei­chen
  • Unfallschutz/Erste Hilfe
  • Per­sön­li­che Schutz­aus­rüs­tung gegen Absturz
  • Seil­kunde / Kno­ten­kunde / Knot­en­trai­ning
  • Anschlag­punkte / Befes­ti­gungs­punkte
  • Sichern in absturz­ge­fähr­de­ten Berei­chen

auf dem Lehr­plan. Bei den prak­ti­schen Übun­gen lag der Schwer­punkt auf dem siche­ren Auf­bau der Siche­rungs­kette, ergänzt um Übun­gen zum Vor­stei­gen und dem Set­zen von Zwi­schen­si­che­run­gen. Dabei konn­ten als Übungs­ob­jekte Dach­flä­chen sowie die Dreh­lei­ter und der Schlauch­turm der Berufs­feu­er­wehr Trier genutzt wer­den.

Zusam­men mit den bei­den bereits in den ver­gan­gen Jah­ren an der Lan­des­feu­er­wehr­schule Koblenz aus­ge­bil­de­ten Kame­ra­den Sven und Michael T., sind nun ins­ge­samt acht Feu­er­wehr­män­ner der VG Irrel in der Absturz­si­che­rung geschult, jeweils vier in Ern­zen und vier in Prümzur­lay. An bei­den Stand­or­ten steht jeweils ein Gerä­te­satz Absturz­si­che­rung inklu­sive Ret­tungs­drei­eck zur Ver­fü­gung. Auf dem Fahr­zeug Prümzur­lay zudem eine Schleif­korb­trage. Es ist ange­dacht, beide Feu­er­weh­ren bei enspre­chen­den Gefah­ren jeweils zusam­men zu alar­mie­ren und als eine gemein­same Ein­heit in den Ein­satz zu brin­gen. So kann sicher­ge­stellt wer­den, dass dau­er­haft eine aus­rei­chende Anzahl aus­ge­bil­de­tes Per­so­nal zur Ver­fü­gung steht. Die Absturz­si­che­rer der bei­den Feu­er­weh­ren wer­den dazu regel­mä­ßig gemein­same Übun­gen mit dem gesam­ten Mate­rial durch­füh­ren.

Wir möch­ten die Gele­gen­heit nut­zen, uns noch­ein­mal bei den Aus­bil­dern Sascha Fel­tes und Ralf Cor­des von der Höhen­ret­tung der BF Trier für die Durch­füh­rung des Lehr­gangs zu bedan­ken!

Tagesübung 2013

Am 25.08. fand unsere Tagesübung statt. Dabei han­delt es sich um eine umfang­rei­chere Übung, in der beson­de­res Augen­merk dar­auf gelegt wird, neue Tech­ni­ken und Tak­ti­ken in kom­pli­zier­ten, oder auch eher außer­ge­wöhn­li­chen, Ein­satz­sze­na­rien anzu­wen­den. So wurde zum Bei­spiel in den letz­ten Jah­ren das Vor­ge­hen bei Wald­brän­den oder der Auf­bau einer impro­vi­sier­ten Ölsperre aus Holz­boh­len geübt. Im Anschluss an die eigent­li­che Übung  fin­det ein klei­nes Fest für die Kame­ra­den und deren Fami­lien statt.

Da wir erst seit kur­zem eine Schleif­korb­trage und auch vier lange ersehnte Atem­schutz­ge­räte auf unse­rem Fahr­zeug mit­füh­ren, lag in die­sem Jahr der Fokus auf dem kor­rek­ten Umgang mit die­ser neuen Aus­rüs­tung. Dazu wurde ein Kel­ler­brand mit ver­miss­ter Per­son simu­liert. Es musste also unter Atem­schutz zur Per­so­nen­su­che und Brand­be­kämp­fung in ein Gebäude vor­ge­gan­gen wer­den. Außer­dem befand sich eine nicht geh­fä­hige Per­son auf dem Bal­kon des Gebäu­des. Diese sollte mit­tels des soge­nann­ten Lei­ter­he­bels von dort geret­tet wer­den. Um diese Auf­gabe zu meis­tern, waren Kennt­nisse über Schleif­korb­trage, Kno­ten und Lei­tern gefragt. Par­al­lel dazu hatte der Atem­schutz­trupp im Gebäude mit von der Decke hän­gen­den “Strom­lei­tun­gen” und schlech­ten Sicht­ver­hält­nis­sen zu kämp­fen. Haupt­säch­lich wurde aber das kor­rekte Ver­hal­ten im Brand­raum und beim Öff­nen von Türen bespro­chen. Wei­tere Punkte waren das Schlauch­ma­nage­ment und die für einen siche­ren Atem­schutz­ein­satz uner­läss­li­che Atem­schutz­über­wa­chung. Nach der Übung fand eine aus­führ­li­che, für alle sehr lehr­rei­che Bespre­chung statt. Anschlie­ßend wurde die Übung, in einer etwas ver­ein­fach­ten Ver­sion und mit geän­der­ter Grup­pen­auf­tei­lung, noch­mals durch­ge­führt, damit jeder in bei­den Berei­chen mit­wir­ken konnte.

Nach dem Übungs­ab­bau gin­gen wir dann zum gemüt­li­chen Teil des Tages über und es wurde gemein­sam mit den Fami­lien der Kame­ra­den am Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus gegrillt.